Programm 2026/2027
Jenseits kultureller Routine. Von Gesangsdebuts über Mundart bis zur Uraufführung einer Kantate für den «Engel von Auschwitz»: Das Programm der Altacher Soireen für 2026/27
Seit 2010 stehen die Altacher Soireen für Veranstaltungen im mittleren Rheintal, die über gewohnte Grenzen hinweg Konzert, Ausstellung und Geselligkeit verbinden, oft auch Lesung und Tanz mit den großen Sorgen der Zeit, U- mit E-Musik, Klassisches mit Modernem, junge MusikerInnen und arrivierte, Ost und West. Die Altacher Soireen nützen die Infrastruktur der Gemeinde und der Pfarrgemeinde. Sie wollen Konkurrenz im Kulturleben meiden und auch für qualitätvolle Werbung und für Synergien sorgen.
Bei der Wiener Soirée am 24. Oktober 2026 singen Erica Albertini, Anna-Maria Fischer und Lena Garber, derzeit Studentinnen der Wiener Musikuniversität bei Prof. Tanya Aspelmeier, Lieder von Brahms bis Zemlinsky. Stichwort Fin de siècle.
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Im März kommt zum dritten Mal Oda a cappella ukraina nach Altach. Wegen des andauernden Kriegs in ihrer Heimat besteht das Quartett inzwischen aus Frauen. Die Musikerinnen aus Kyiv und Odessa haben am Samstag, 27. März 2027 Lieder russischer und ukrainischer Komponisten am Programm und am Fastensonntag, 28. März, Gesänge aus der orthodoxen Liturgie.
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Holzwege, das Klarinettenquintett um den Lustenauer Reinhard Hagen, begleitet am 14. April «Die Prinzessin auf der Erbse», ein Puppentheater für Kinder nach Andersen von Elke Riedmann (alias Brenda Feuerle), mitveranstaltet von der Altacher Pfarrgemeinde. Bei der 65. Soiree am gleichen Abend variiert die Truppe das Thema «Wir sind so frei»: sie spielt Jazz-Melodien, Klassiker und Ohrwürmer, Kompositionen u.a. von Kurt Weill, Arvo Pärt und Volkslieder in interessanten Arrangements.
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Die Pfingstsoiree am Sonntag, 16. Mai, um 18 Uhr ist diesmal der Erinnerung an den bedeutenden Mundart-Autor Adolf Vallaster (1940–1926) gewidmet. Zu seinen Gedichten in Mäderer Dialekt bringt die St. Galler Organistin, Komponistin und Spezialistin für authentische Ostschweizer Volksmusik Maja Bösch wieder Ungewohntes auf der Rieger-Orgel im Altacher Pfarrzentrum zu Gehör. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Reihe «Mundart im Mai» von literatur vorarlberg statt.
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Zum zweiten Mal vergibt das ehrenamtliche Komitee einen Kompositionsauftrag, diesmal an Abélia Nordmann, Mitglied des Trios TRËİ (Basel), die die «Kantate für Schwester Maria» von Willibald Feinig vertont. Die Soireen ehren damit den «Engel von Auschwitz», die Bregenzer Krankenschwester Maria Stromberger. Die Uraufführung findet 2027 in Altach statt — unter Mitwirkung von Strombergers Biograph Harald Walser. Weitere Aufführungen durch Laienchöre national und EU-weit sind geplant.
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