Fin de Siècle
Wiener Soiree. 24.10.2026, 20 Uhr, Pfarrzentrum Altach
Als Wien Welthauptstadt der Musik war
Erica Alberini, Anna-Maria Fischer und Lena Garber (mdw Wien, Klasse Tanya Aspelmeier) singen Lieder von Beethoven bis Zemlinsky. Am Klavier: Yumi Yamaguchi
Mahler, aber auch Alma; Jahrhundertwende (Fin de Siècle), aber auch Beethoven; Wien, aber auch Bratislava, Budapest und Zagreb: Das Programm der nächsten Altacher Soirée ist ein Echo, eine Zusammenfassung der märchenhaften Träume und Schmerzen der Romantik durch Komponistinnen und Komponisten, die um 1900 in der Kaiserstadt Wien Musik machten, nicht ohne Humor, Blick nach vorn und nicht ohne Berücksichtigung der Nachbarschaft, auch Lieder von Liszt, Jan Bella oder Dora Pejačević sind zu hören.
Erarbeitet hat es Tanya Aspelmeier, Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien, mit Sängerinnen, die bei ihr zusätzlich eine Gesangspädagogik-Ausbildung machen, den Sopranistinnen Erica Alberini und Lena Garber und der Mezzosopranistin Anna Maria Fischer. Yuumi Yamaguchi begleitet sie am Klavier.
Im Zentrum der «Wiener Soirée» stehen zwei der Fünf Lieder aus dem Jahr 1901 von Alma Mahler und Gustav Mahlers Vertonungen der Volkslieder aus Des Knaben Wunderhorn, aber auch Mörike- und ‹spanische› Lieder von Hugo Wolf und klassische Evergreens von Schubert (Gretchen am Spinnrad nach Goethe) und Beethoven (Wonne der Wehmut, ebenfalls ein Goethe-Text). Aus dem Umkreis von Alma Mahler sind Stücke von Alexander Zemlinsky und Johanna Müller-Hermann zu hören. Arnold Schönbergs Kabarett-Song vom Liebhaber mit Glatze und György Ligetis kongeniale Vertonung von Der Sommer — zwei Strophen des verstörten Hölderlin versprechen einen hochinteressanten Liederabend, der das Thema Liebe umkreist — was sonst? —, aber dabei die Stimmen und die Sicht von Frauen nicht zu kurz kommen lässt.
Die Soirée im Altacher Pfarrzentrum beginnt um 20 Uhr. Die Öffnung der Abendkasse ist leider erst ab 19.30 Uhr möglich, daher bittet das Komitee möglichst um Vorbestellung. Karten zu eur 25.—/15.— an der Abendkasse, Reservierungen bitte an post@soireen.at
Erica Alberini ist eine italienische Sopranistin. Ihr Debüt gab sie 2019 beim Monteverdi Festival im Rahmen der Residenza Cremona Barocca für junge Talente mit Accademia Bizantina. In der Spielzeit 2025/2026 übernimmt sie Rollen aus wiederentdeckten Werken, darunter Venere in La Giunone placata von J. J. Fux beim Fux Fest in Wien, Dina in Salieris La bella selvaggia am Teatro Calderón in Valladolid sowie Ballerina in Gassmanns L’Opera Seria am Theater an der Wien. Zu ihren Engagements im Jahr 2024 zählten die Titelrolle in Il trionfo della divina Giustizia von Porpora beim Ravenna Festival sowie Clori in Händels Clori, Tirsi e Fileno beim Musikfest Bremen. 2022 war sie Finalistin beim Renata-Tebaldi-Wettbewerb für Alte Musik. Erica Alberini studierte Barockgesang bei Roberta Invernizzi und Monica Piccinini, schloss ihr Masterstudium mit Auszeichnung ab und absolvierte ein Certificate of Performance an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Derzeit studiert sie Gesangspädagogik (IGP) bei Tanya Aspelmeier, an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Anna-Maria Fischer ist Mezzosopranistin und wurde in der Wachau geboren. Seit zehn Jahren lebt und arbeitet sie in Oberösterreich. Nach ihrem abgeschlossenen Studium der Germanistik studierte sie Konzertfach Gesang sowie Gesangspädagogik an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Seit 2023 vertieft sie ihre künstlerisch-pädagogische Ausbildung im Masterstudium Gesangspädagogik an der MDW – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Tanya Aspelmeier. Im März 2026 schloss sie zudem den Masterstudiengang Historische Aufführungspraxis an der MDW bei Kammersänger Michael Schade erfolgreich ab. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt in der Erarbeitung und Interpretation von frühromantischem bis zeitgenössischem Liedrepertoire. Als Liedsängerin gestaltete sie zahlreiche Liederabende, unter anderem im Brucknerhaus Linz, und debütierte 2025 im Musikverein Wien unter der Leitung von Stefan Gottfried. Seit 2021 ist Anna-Maria Fischer als Gesangspädagogin im Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk tätig. Darüber hinaus ist sie regelmäßig als Solistin bei den Landeskonzerten Oberösterreich zu hören.
Ihre sängerische Laufbahn begann Lena Maria Garber 2017 im Vorbereitungsstudium des Tiroler Landeskonservatoriums, wo sie anschließend Konzertfach bei Prof.In Mag. Maria Erlacher studierte. Seit 2025 studiert sie IGP Gesang Klassik an der mdw bei Univ.-Prof.In Tanya Aspelmeier. Über die Jahre konnte sie auch Erfolge bei Wettbewerben wie prima la musica feiern, wo Sie den Bundessieg errang. Finalistin war sie bei Zukunftsstimmen und beim Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Engagements erhielt sie bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und am Tiroler Landestheater. Künstlerische Impulse lieferten Meisterkurse bei u.a. Florian Boesch und KS Angelika Korchschlager.